Ergänzend zu den Beiträgen von Prof. Hillengaß (Diagnostik) und Prof. Einsele (Behandlungsoptionen) weisen wir hier auf die Leitlinien zur Behandlung des Myeloms hin, veröffentlicht auf Onkopedia.

Was sind Leitlinien: Medizinische Leitlinien sind wissenschaftlich fundierte, praxisorientierte Handlungsempfehlungen, um die Entscheidungen von Ärzten über die angemessene Behandlung von bestimmten Erkrankungen zu unterstützen. Sie geben Ärzten Orientierung im Sinne von Entscheidungs- und Handlungsoptionen. Sie sind - anders als Richtlinien - nicht bindend und können an den Einzelfall angepasst werden.

Üblicherweise handelt es sich dabei um evidenzbasierte (d.h. empirisch nachgewiesen wirksame) und konsensbasierte Leitlinien. Das bedeutet, dass führende Experten der jeweiligen Erkrankung unter Berücksichtigung der besten verfügbaren, wissenschaftlichen Erkenntnisse aus klinischen Studien und Behandlungspraxis einen Konsens erarbeiten und Vorgehensweisen empfehlen.

Die Anwendung der Standards, wie sie in den Leitlinien niedergelegt sind, bezweckt, dass Patienten auf dem aktuellen Stand des Wissens die beste verfügbare Therapie und Nachsorge erhalten.

Die Leitlinien wurden gemeinschaftlich von Myelom-Spezialisten in Deutschland, Österreich und der Schweiz erarbeitet und gelten in allen drei Ländern.

Deutschsprachige Leitlinie zur Diagnostik und Behandlung des Multiplen Myeloms

Ergänzend und im Detail ausführlicher können Sie hier eine weitere Leitlinie der Deutschen Arbeitsgemeinschaft für Knochenmark- und Blutstammzelltransplantation zur autologen Stammzelltransplantation aufrufen.
Leitlinie zur autologen Stammzelltransplantation

Weitere Informationen zu Leitlinien, Arzneimittelempfehlungen u.a.m der DGHO (Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie)  finden Sie auf Onkopedia