Die Diagnose Multiples Myelom, in Deutschland fälschlicherweise oft mit dem solitären "Plasmozytom" gleichgesetzt, löst Schock, Angst und Ratlosigkeit aus. Um was für eine Erkrankung handelt es sich? Wie kann sie behandelt werden? Wie sind meine Prognose und meine Lebenserwartung? Was bedeutet das für mich, meinen Partner oder meine Partnerin, meine Familie? Wie kann ich künftig mein Leben gestalten? All das sind nur einige zentrale Fragen, mit denen Sie sich konfrontiert sehen.

Auf Ihrem Weg, Antworten zu finden, möchten wir Sie mit Information und Wissen ausrüsten; Sie als Betroffenen ermutigen, mit Ihrer Erkrankung aktiv umzugehen, oder Sie als Angehörige(n) in die Lage versetzen, den Betroffenen wirkungsvoll unterstützen zu können.

Möglicherweise wird Sie manches auf nachfolgenden Seiten erschrecken.
Doch bitte bedenken Sie, dass sich mittlerweile mit neuen Therapieoptionen (siehe Abschnitt Therapie) die durchschnittliche Lebenserwartung auf mindestens fünf bis sieben Jahre mehr als verdoppelt hat. Viele Patientinnen und Patienten leben heute sogar mehr als 12 Jahre bei guter Lebensqualität oder wie Jürgen M. mehr als 33 Jahre (siehe Erfahrungsberichte). Lassen Sie sich also nicht entmutigen.

Voraussetzung, die für Sie geeignete Therapie festzulegen, ist eine gründliche Diagnose, mit der Sie wir im Folgenden vertraut machen wollen.

Wir wünschen Ihnen Mut und Entschlossenheit, dieser Erkrankung zu begegnen
Ihre AMM-Online

Alle nachfolgenden Beiträge zur Diagnostik wurden von Herrn PD Dr. med. Peter Liebisch, Mitautor der Leitlinie "Multiples Myelom" bei der DGHO verfasst und Ende 2015 von Herrn Prof. Dr. med. Jens Hillengaß aus dem Universitätsklinikum Heidelberg nach den neuesten Erkenntnissen überarbeitet und aktualisiert