Polyneuropathien (PNP) werden definiert als generalisierte Erkrankungen des peripheren Nervensystems (PNS). Es gibt eine Vielzahl verschiedener Auslöser für eine Polyneuropathie, darunter bestimmte Krebstherapiemittel (v.a. Vincristin, Thalidomid, Bortezomib, Platine, wie z.B. Oxaliplatin, Taxane). Außerdem kann durch die Tumorerkrankung selbst eine Polyneuropathie hervorgerufen werden. Relativ bekannt ist auch, dass in Folge einer Diabeteserkrankung oder durch übermäßigen Alkoholkonsum eine Polyneuropathie entstehen kann.

Welche Arten der Neuropathie gibt es und wie können sie behandelt werden? Schwerpunkte des vorliegenden Infoblattes der DLH e.V. sind die medikamentöse Behandlung und ein pflegerisches Trainingsprogramm.

In Ergänzung zum ersten Infoblatt zum Thema PNP finden Sie hier vertiefte Informationen zum Problem der Entstehung und der Therapie der PNP, die aus einer Studie mit 600 Patientinnen und Patienten resultieren, die nach erfolgter Chemotherapie befragt und glfs. behandelt wurden. Besonders positiv bewerteten viele Patienten die Ergotherapie, am niedrigsten der Reizstrom.

Beim Einsatz von nicht-steroidalen Antirheumatika wie Ibuprofen haben wir uns erlaubt eine Anmerkung zu machen, da bei Nierenproblemen Ibuprofen oder Diclofenac diese Wirkstoffe nicht gegeben werden sollen (siehe auch Menüpunkt "Schmerzen" und den Newsletter 02/2015).

Im Rahmen diverser Patientenseminare der IMF, der International Myeloma Foundation, wurden verschiedene Nahrungsergänzungsmittel genannt, die bei Auftreten einer PNP hilfreich sein können.
Dr.rer.nat. Rolf Pelzing hatte eine entsprechende Liste einschließlich Maßeinheiten zusammengestellt.

Die IMF hat 2012 darauf hingewiesen, dass bei einer Bortezomib/Velcade®-Therapie an den Tagen, an denen das Medikament eingenommen wird, auf Nahrungsergänzungsmittel vollständig verzichtet werden soll.