Abgeschickt von Joseph am 27 August, 2008 um 09:52:18
Antwort auf: Schmerzen Beckenbereich nach der Chemo noch schlimmer von UM am 26 August, 2008 um 20:26:37:
Hi UM
Du beschreibst 2 Schmerzrichtungen, einmal im Beckenbereich und einmal im Rückenbereich.
Das errinnert mich ein bischen an meine Symptome, bei mir gings damals genau an Beiden besagten Stellen plus Schlüsselbein los.
Anfangs dachte man, ich hätt den Ischiasnerv geklemmt oder erkältet, das ging von einer Schmerzpille bis hoch zu """ 12 PILLEN """ am Tag. Nicht der erste Rosa Elefant störte mich, nee, es waren seine 5 Geschwister, die Ihm folgten !!!
Nach wochelangen suchen und testen wurde dann die Therapie eingeleitet mit folgendem Start :
Dexamethason als Entzündungshemmer ums mal einfach aus zu drücken
Bestrahlung der lädierten Knochen im Becken und Sakrombereich (10 Sitzungen zu 3 Gray = 30 Gray)
Bondronatinfusion um den Knochenabbau ein zu bremsem.
Wirkung : innerhalb 6 Bestrahlungen liessen die Schmerzen nach bis hin zu fast keine mehr.
Dexa : tat seine Wirkung sofort (mit für mich anderen Nebenwirkungen, deshalb wurde aus DEXA --> Solumedrol)
Bondronat : ist kein Direktstarter, aber auch nach drei Infusionen (ab Woche 12) war schon erkennbar, dass das Mittel auf die Knochen Einfluss nahm.
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Heut, nach 3 1/2 Jahren ab Beginn, damals lief ich mit 2 Krücken umher, und nach XXX Therapien bin ich wieder, ich sag mal fast top fit.
Ich kann wieder sehr hart arbeiten, zbs. sämtliche Gartenarbeiten erledigen, im Wald Holz machen , aufladen, spalten usw.
Ich kann wieder schwere Sachen tragen, limitiere mich aber bis 100 Kilo, da mein Wirbel noch nicht ganz zu 100% aufgebaut ist und ich meinen 5 weiteren Läsionen " noch " nicht traue, die im Nachhinein auftraten.
Ich kann nur jedem den Rat geben : Aufgeben das kann jeder, aber nach vorne streben, das kostet Kraft und ein extremer Wille das MM als Partner zu Akzeptieren und Ihm die Stirn zu bieten, nur so kanns gehen.
Mit diesen Worten möcht ich deiner Mutter ein bischen Kraft rüber schicken und allen " Anderen, Betroffenen und Lebensgefährten ", denn wir alle, brauchen Kraft um MM zu verstehen und zu akzeptieren.
In diesem Sinne
Joseph