Die Diagnose Multiples Myelom, in Deutschland auch mit dem Plasmozytom gleichgesetzt, löst bei Betroffenen Schock, Angst und Ratlosigkeit aus. Um welche Erkrankung handelt es sich, wie kann sie behandelt werden, sind zentrale Fragen, die dabei entstehen.
Als Betroffene und Mitglieder von Myelom-Selbsthilfegruppen möchten wir Sie in dieser schwierigen Situation unterstützen und Ihnen mit Informationen zur Art dieser Erkrankung, aber auch zu den heutigen Therapiemöglichkeiten Wissen an die Hand geben. Sie sollen mit diesem Wissen gemeinsam mit Ihren behandelnden Ärzten Ihre persönlichen Entscheidungen treffen können. Weitere Unterstützung und Hilfe können Sie sich auch vor Ort oder telefonisch bei den hier verzeichneten Selbsthilfegruppen holen.
Möglicherweise wird Sie manches auf diesen Seiten erschrecken. Doch bitte bedenken Sie, die Krankheitsverläufe sind beim Multiplen Myelom sehr individuell und erfordern eine große Vielfalt an diagnostischenund therapeutischen Maßnahmen.
Im Vergleich zu den vergangenen 15 Jahren haben sich die Therapiemöglichkeiten ernorm verbessert. Die Lebensdauer hat sich verlängert und die Lebensqualität ist spürbar gestiegen.
Den nachfolgenden Beitrag zu Definition des Multiplen Myeloms sowie zu den diagnostischen und prognostischen Verfahren hat Herr PD Dr. med. Peter Liebisch* für uns verfasst. PD Dr. Liebisch ist Facharzt für Innere Medizin, Hämatologie und Internistische Onkologie.
Die APMM Redaktion
*PD Dr. Liebisch ist Oberarzt an der Klinik für Innere Medizin II (Hämatologie & Onkologie, CA PD Dr. med. B. Hennemann) des Bethesda-Johanniter Krankenhauses Duisburg. Er war einige Jahre Koordinator des klinischen Myelomprogramms und Leiter der Arbeitsgruppe „Multiples Myelom“ des Labors für Zytogenetische und Molekulare Diagnostik, dem Referenzlabor der Deutschen Studiengruppe Multiples Myelom am Universitätskrankenhaus in Ulm
